Parodontitis –
Zahn-Volkskrankheit Nummer 1

Parodontologie

Parodontologie

Parodontitis – Entzündungen stoppen, Gewebe erhalten

Parodontologie in der Zahnarztpraxis Dr. Tigges in Rösrath

Ich bin seit 2002 zertifiziert für Parodontologie.

Erschreckende Zahlen: Fast 40% der deutschen Erwachsenen leiden unter Parodontitis. Diese Art von Knochenschwund im Mundraum kann man jedoch bei frühzeitiger Erkennung und entsprechender Behandlung gut beherrschen.

Was ist Parodontitis?

Parodontitis – auch Parodontose genannt – ist eine Entzündung des Zahnbettes und beginnt meist mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die ohne Behandlung weiter fortschreitet und Taschenbildung, Zahnfleischrückgang, Zahnlockerung und Knochenabbau zur Folge hat. Ausgelöst wird die Zahnfleischentzündung durch Zahnstein und eine Ansammlung von Zahnbelag (bakterieller Plaque). Ein sicherer Indikator für die Entzündung ist Zahnfleischbluten.

Das Heimtückische an der Parodontitis ist, dass sie zunächst schmerzfrei und kaum sichtbar verläuft. Wird sie zu spät erkannt, ist ein Befall der Knochen unausweichlich – und diese Gefahr lässt sich nicht mehr nur auf die Zähne eindämmen. Über das Blut werden die Bakterien verbreitet und diese können bestehende Krankheiten begünstigen. Besonders vorsichtig sollten Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sein. Auslöser für Parodontitis sind vor allem Rauchen und nicht ausreichende Mundhygiene.

Kann man die Symptome von Parodontitis selbst erkennen?

Bei folgenden Symptomen könnte eine Parodontitis vorliegen. Wenn bei Ihnen ein oder mehrere Symptome vorliegen, sollten Sie uns unbedingt einen Besuch abstatten: Anhaltender Mundgeruch, insbesondere nach dem Aufwachen. Zahnfleischrötungen, Zahnfleischbluten, Zahnfleischschwellungen oder Zahnfleischrückgang. Fühlbare oder sichtbare Zahnlockerungen und Zahnverschiebungen.

Wie erfolgt die Behandlung bei Parodontitis?

Zuerst erfolgt eine Bestandsaufnahme des Zahnfleischzustands und der Zahnstellung. Wir testen auch, ob und wie locker die Zähne sind, wie stark die Blutung und die Plaque-Besiedelung ist. Die Tiefe der Zahnfleischtasche untersuchen wir mithilfe einer Messsonde und anhand eines Röntgenbildes können wir den Zustand des Kieferknochens beurteilen.

Stellen wir eine Parodontitis fest, erfolgt die Behandlung. Bei leichten Blutungen und Zahnfleischtaschentiefen bis 5 mm (gesunde Taschen sind 1 bis 2 mm tief) erfolgt eine schonende und schmerzfreie Entfernung der Beläge (Biofilm) durch Ultraschall und sogenannte Küretten*, Salz-/Wasserstrahler (Air-Flow) und Polierpaste. Bei tieferen Taschen erfolgt nach der oberflächlichen Reinigung eine zweite, tiefergehende Reinigung durch Ultraschall. Diese Behandlung erfolgt in der Regel unter örtlicher Anästhesie.

Oberstes Ziel der Behandlung ist, die Beläge (Biofilm)– also die Auslöser der Entzündung – vollständig zu entfernen, damit sich das gesunde Zahnfleisch wieder um den Zahnhals legen kann und dadurch die Tiefe der Taschen reduziert wird. Wenn selbst die Behandlung mit Küretten* aufgrund der Tiefe der Zahnfleischtaschen nicht ausreichend ist, wird der Zugang zu den tiefen Taschen durch kleine Schnitte am Zahnfleisch ermöglicht. Dabei wird kein Zahnfleisch entfernt – es wird lediglich aufgeschnitten, um die tiefsten Punkte der Taschen zu erreichen und danach wieder vernäht.

Bei schweren Fällen von Parodontopatien (Knochenaufbau nach Knochenverlust) wird in unserer Praxis die klassisch chirurgisch laserunterstützte Methode auch durchgeführt.

*Küretten sind kleine, an die Zahnform angepasste Instrumente, mit denen Beläge (Biofilm) von der Wurzeloberfläche abgekratzt werden.

Weitere Behandlungsformen bei Parodontitis

Bindegewebstransplantat (Zahnfleischtransplantat)

Sollte sich aufgrund einer Parodontitis das Zahnfleisch zurückgebildet haben – und dadurch die Wurzeln freiliegen – führt dies zu Karies an der Zahnwurzel, zu ästhetischen Problemen und zu einer Übersensibilität auf Wärme und Kälte. Eine sogenannte „Rezessionsdeckung“ schafft hier Abhilfe. In dieser kleinen Operation wird dem Gaumen ein kleines Stück Bindegewebe entnommen und als Schutz über die freiliegende Wurzel gelegt. Anschließend bildet der Körper an dieser Stelle wieder normales Zahnfleisch.

Antibiotikum und antibakterielle Gels

In bestimmten Fällen ist der Einsatz eines Antibiotikums notwendig. Das entscheiden wir auf Basis der mikrobiologischen Diagnostik (Bakterienbestimmung). Bei der Behandlung mit Antibiotika unterscheiden wir zwischen Lokalantibiotikum, das nur am Ort der Entzündung angewendet wird und systemischen Antibiotika, die im ganzen Körper wirken.

Lokalantibiotika werden in Gelform in die gründlich gereinigten Taschen eingebracht. Sie geben ca. 14 Tage lang keimtötende Substanzen ab, und werden dann langsam und kontrolliert resorbiert. Systemische Antibiotika-Therapie wird bei bestimmten Bakterien und schweren Fällen und eingesetzt.
Antibakterielle Mundspüllösungen und Gels begleiten die Parodontitisbehandlung.

Wie kann man Parodontitis vorbeugen?

Gute Mundhygiene ist das A und O, um Parodontitis erst gar nicht aufkommen zu lassen. In Kombination mit regelmäßigen zahnärztlichen Untersuchungen, kontinuierlichen, professionellen Zahnreinigungen und jährlicher Zahnsteinentfernung, haben Sie das Optimum an Prophylaxe erledigt. Wenn Sie darüber hinaus nicht Rauchen und keinen unkontrollierten Diabetes Mellitus (Typ I und II) haben, ist Ihr Parodontitis-Risiko noch geringer.

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Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung sorgt nicht nur für ein strahlendes und gesundes Lächeln – es beugt auch Parodontitis vor.

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